Leipziger OratorienChor

Der Leipziger Oratorienchor wurde 1993 als eingetragener Verein gegründet, dessen Zweck die Pflege des Chorgesangs, vor allem der chorsinfonischen geistlichen Musik ist. Als Oratorienchor ohne feste Bindung an eine konfessionelle Gemeinde pflegt er besondere Kontakte zur Versöhnungsgemeinde, in deren Räumen er probt, und zur Gemeinde an der Kirche zum Heiligen Kreuz, der Konzertkirche des Oratorienchores.

 

Die etwa 60 Sänger des Chores sind ambitionierte Laien. Viele von ihnen singen seit mehr als zehn Jahren im Oratorienchor, nicht wenige auch in anderen Leipziger Chorgemeinschaften oder Projektchören. Durch seine Ausstrahlungskraft gelingt es dem Chor zunehmend, junge Sänger mit sehr guter musikalischer Ausbildung zu gewinnen. Ergänzend zum privaten Gesangsunterricht, den viele Sänger nehmen, wirkt der Trägerverein mit regelmäßigen Stimmbildungsangeboten auf die Pflege des stimmlichen Potentials der Sänger und einen homogenen Chorklang hin.

 

Von der Gründung bis 2012 wurde der Chor erfolgreich von Prof. Martin Krumbiegel geleitet, der dem Chor seine wesentliche Prägung durch Repertoiregestaltung, Klangbildung und Aufführungspraxis gab. Danach übernahm Prof. Gunter Berger für drei Jahre die künstlerische Leitung. Derzeit befindet sich der Chor in einer Projektphase, in der mit namhaften Dirigenten wie UMD David Timm, Prof. Heiko Reintzsch, Prof. Martin Krumbiegel oder Gotthold Schwarz (in der Reihenfolge ihrer Bindung an den Leipziger Oratorienchor) die Profilierung des Chores wie auch die Wahl eines neues künstlerischen Leiters unterstützt werden soll. Dabei geht der Dirigentenstab zwischenzeitlich auch an junge Dirigenten wie Frederico Baron Mussi oder Eva Meitner. Letztere hat das jüngste Konzert des Chores mit soviel Bravour dirigiert, dass sie bereits für weitere Projekte gewonnen wurde.

Bei seinen Konzerten wird der Chor von namhaften Solisten und Orchestermusikern aus der Region unterstützt. Nach wie vor wirkt der Chor mit einem breiten Repertoire für die Vermittlung vor allem der chorsinfonischen Musik. Neben den großen Werken dieses Genres von Johann Sebastian Bach oder auch Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy oder Antonin Dvorak werden zunehmend auch Werke aus der Chorliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts aufgeführt. So erklangen z.B. Siegfried Thieles „Evangelien-Vesper“, Duke Ellingtons „Sacred Concert“ oder Joseph Achrons „Evening Service for the Sabbath“. Jährlich findet ein a-cappella-Konzert statt, das wie das gleichfalls traditionelle Weihnachtsliedersingen die Flexibilität des Chores herausfordert, schult und unter Beweis stellt. Durch zahlreiche Konzerte in den großen Stadtkirchen Leipzigs wie auch im Umland sind die Sänger geübt, verschiedene räumliche oder akustische Verhältnisse zu gestalten.

 

Neben eigenen Konzerten singt der Leipziger Oratorienchor als Konzertchor auch in professionellen Aufführungen und hat dabei unter anderem bei der Aufführung von Benjamin Brittens „War Requiem“ und Ludwig van Beethovens „9. Sinfonie“ durch die Staatskapelle Halle sowie Felix Mendelssohn Bartholdys „Lobgesang“ durch das Gewandhausorchester Leipzig mitgewirkt.

 

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